Nachdem wir uns über Nacht entschüttelt hatten und der Kopf wieder halbwegs auf dem Hals sass, zogen wir heute die Wanderschuhe an. Shatili ist schon fast an der Grenze zu Tschetschenien. Kurz nach dem Dorf sieht man hoch oben den georgischen Grenzwachposten stehen. Gleich unten drunter haben wir drei interessant-traurige Gruften besucht. Die Geschichte dazu: im 18. Jahrhundert wütete auch hier in den Bergen die Pest. Als die Bewohner von Anatori merkten, dass sie ansteckend waren, errichten sie abseits vom Dorf diese Gräber, legten sich hinein und warteten bis sie starben. Der Sage nach hat trotz dieser Massnahme nur ein 12jähriger Hirtenjunge im benachbarten Shatili Unterschlupf gefunden und so überlebt. Die Gebeine sind noch erstaunlich gut erhalten.

Eine der Gruften von Anatori
Die Gegend hier ist wunderschön… zuweilen eigentlich recht ähnlich wie die Schweiz aber alles sehr einsam. Wir haben unseren Wandertag jedenfalls genossen und sind schon gespannt was uns die Guesthouse-Mama heute zum Znacht vorsetzt…




